Länger Freude an Segel, fachgerechte Bedienung und Pflege der Segel

 

Erschreckende Zahlen, um die Empfindlichkeit einiger Segelmaterialien zu veranschaulichen. UV Beständigkeit von Segel. Wie lange dauert es bis nur noch 50 % der Bruchlast von Garnen erreicht ist. Test mit Magna Shield Methode (Material ist im dauernden direktem Sonnenlicht ausgesetzt).

  • Kevlar nach 2 – 3 Monate
  • Nylon (Spinnakerstoff) nach 3 – 4 Monate
  • Polyester (z.B. Dacron) nach 6 Monaten
  • Pentex nach 6 Monaten
  • Verlust von Bruchlast wenn man das Segel nur 60 mal um 180° biegt.

Karbon Fibre verliert 22% der Bruchlast
Kevlar bei verliert 20% der Bruchlast
Vectran bei verliert 15% der Bruchlast

Mann kann das Segel auch durch falsche Fall oder Cuningham Spannung sehr schnell zerstören. Was aber dem Segel in den meisten Fällen zu schaffen macht ist, die falsche Lagerung und Transport der Segel. Also, man sieht sehr schnell das Segel eine sehr empfindliche Sache ist. Darum kann man mit einer richtigen Behandlung und Pflege von Segel die “Lebensdauer“ eines Segel erheblich verlängern.

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Die wichtigsten Punkte:
  • Achten Sie darauf, dass Ihre Segel nicht killen (Flattern) tut. Zum Beispiel beim setzen und bergen der Segel.
  • Regelmässig das Segel durchsehen und nach kleinen Rissen oder schamfilstellen (angescheuerte Stellen) absuchen.
  • Spitz und scharfe Kanten an Schiff und Rigg Vermeiden oder Glätten.
  • Schauen das das Segel nirgends schamfeilen (reiben, scheuern) kann. Sonst Verstärkungen im Segel anbringen.
  • Segelpersenning (Schutzhülle) auf das Segel tun. Schützt das Segel von UV und sonstigen Umwelteinflüssen wie Regen und Möwenkode.
  • Niemals das Rollsegel am Vorstag für mehr als eine Woche aufgerollt lassen. Unter diesen Bedingungen entsteht der Schimmelpilz.

Richtiger Segeltrimm. 

  • Das heisst das Segel so Trimmen so das das Segel nicht aus einer ursprünglichen Konstruktionsform verzogen wird. Z.B.: Fall und Cunninghamspannung immer den Windstärken Anpassen. Bei starkem Wind mehr Fallspannung und bei schwachen Wind weniger Fallspannung. Das selbe gilt auch für Rollsegel, wo man es aber oftmals vergisst. Zuviel Spannung auf dem Vorliek kann schon nach relativ kurzer Zeit das Segel deformieren. Z.B.: Wenn der Holepunkt zu weit achtern ist, fängt das Achterliek an zu Flattern. Andauerndes Flattern, zieht das Segel aus seiner Form und beschädigt das Tuch. Darum Achterliekleine so justieren das das Liek eben aufhört zu flattern. Z.B.: Teilweise aufgerollte Segel. Wenn das Segel bei zunehmendem Wind teilweise gerefft (eingerollt wird), sollte sichergestellt sein, dass das Segelmaterial stark genug ist um die höheren Windstärken auszuhalten. Man sollte darüber nachdenken, ob zusätzliche Verstärkungen im Achter- und Unterliek ins Segel eingearbeitet werden sollten. Z.B.: Dirk, LazyJacks und lose Reffleinen, die man ständig gegen das Segel schlagen, können nach einer Zeit zu einer Beschädigung der Nähte führen. Sie sollten alle diese Leinen so justieren, dass das Schlagen aufhört.
  • Segellatten im Grosssegel entspannen, beim Lagern der Segel.
  • Gewebe und Laminat Segel nie mit Chemikalien (Azeton, Chlor, Ammoniak etc.) und Benzin, Diesel, Teer oder andere Ölderivate in Verbindung bringen. Das löst die Imprägnierungen der Stoffe und Klebstellen des Segel auf.
  • Regelmässiges Waschen der Segel: wichtig ist auf dem Meer, dass man die Segel von dem Salz befreit. Einfach geht das in dem man im Hafen das Dingi mit Süsswasser füllt und die Segel darin “Badet“. siehe unten
  • Waschen der Segel einmal in der Saison: Es sollte milde Seifenlösung (~40°) verwendet werden, z.b. Geschirrspülmittel. Das Segel 12 Stunden oder mehr einweichen, damit das Spülmittel zwischen die Fäden und die Spalten gelangen kann. Viel Frischwasser verwenden. Sehr sorgfältig spülen und nach dem Waschen ganz trocknen (Spinnaker aus Nylon verlieren fast die Hälfte ihrer Festigkeit, wenn sie nass gestaut werden)
  • Transport der Segel: Am meisten leiden die Laminat (Mylar) Segel, aber auch speziell veredelte Polyester Stoffe dürfen nicht geknickt werden. Am einfachsten im Baumarkt ein Rohr kaufen und das Segel auf das Rohr aufwickeln. Somit kann es nicht mehr geknickt und zusammengedrückt werden.

Lagerung der Segel:

  • Niemals die nassen Segel für mehr als eine Woche aufgerollt lassen, ohne dass diese gelüftet und getrocknet werden. Unter diesen Bedingungen entsteht der gefürchtete Schimmelpilz.
  • Der beste Lager Ort ist ein trockener und belüfteter Stauraum. Dass verhindert die Stockflecken Bildung.
  • Segel sollten locker zusammengefaltet in einem geräumigen Sack gestaut werden.
  • Segel sollten in möglich breiten Bahnen (~1m) zusammengelegt werden. Am besten geschieht dies parallel zum Unterliek, um es möglichst wenig zu knicken. Am schonendsten behandelt man aber die Segel, indem man sie aufrollt
  • Auch Spinnaker sollten nicht längere Zeit in ihren Sack gestopft werden. Am besten faltet man das Segel einmal zusammen, indem man beide Schothörner aufeinander legt und staut es dann in mindestens ein Meter breiten Bahnen zusammengelegt an einem trockenen Ort.

Eine kurze Kontrolle des Segel ist in jedem Fall besser als eine Reparatur mitten in der Regatta oder in der schönsten Segelsaison.

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